Orientalische Hochzeit

Orientalische Hochzeit  Träume aus 1001 Nacht

Wer von einer orientalischen Hochzeit hört, der denkt vermutlich als erstes an die Bilder aus 1001 Nacht. Tatsächlich gehört die Hochzeit im fernen Orient zu den größten und vor allem wichtigsten sozialen Ereignissen, die überhaupt stattfinden. Die Wertigkeit der Hochzeit ist dort also noch um ein Vielfaches höher als beispielsweise in Europa.

Die Feiern erstrecken sich oftmals über mehrere Tage und die Paare müssen Durchhaltungsvermögen beweisen. Die Merkmale: Die Feste werden prächtig, bunt, exotisch, mit entsprechender Musik, mit vielen herrlichen Düften und mit noch viel mehr Essen zelebriert, eben wie man es sich von Träumen aus 1001 Nacht vorstellt.

Der zeremonielle Ablauf

 

Die Traditionen sind Vielfältig und je nach Ländern unterschiedlich. Der ferne Osten umfasst die Fläche von der Türkei bis nach Syrien, den Irak und den Iran und Saudi-Arabien bis Pakistan. Bräuche gibt es viele, einige Dinge finden sich allerdings in fast allen verschiedenen Traditionen.

Dazu gehört der so genannte Hennaabend, der den Startschuss der Festlichkeiten darstellt. Es folgt die Abholung der Braut, die zur Trauung gebracht wird. Dann steht das Highlight an: Die offizielle Hochzeitsfeier, bei der nun alle geladenen Gäste zusammenfinden. Diese Abläufe umfassen normalerweise rund eine Woche.

Beim Hennaabend findet sich ein kleiner Kreis von Gästen ein. Dabei erhalten alle weiblichen Gäste - wie auch die Braut - einen roten Hennaklumpen, den sie in die Hand nehmen. Dieser wird teilweise auch durch Malereien ersetzt. Die zukünftige Braut schmückt sich am Hennaabend traditionell mit einem prächtigen roten Kleid und auch die Klumpen und Malereien sind in rötlich-schwarzer Farbe gehalten. Diese Details sollen Glück bringen.

Orientalische Hochzeit Henna

Bei den Trauung ist dann der jeweilige Imam und nur der engste Kries der Familie anwesend. Dabei gibt es verschiedene Rituale, wie das abholen der Braut aus dem Elternhaus, das mit Musik, Flötenspiel und Paukenschlägen unterlegt wird. Beim Festakt gehört der erste Tanz dann dem Brautpaar und kurz darauf wird das Essen serviert. Danach tanzt die ganze Festgemeinschaft zu orientalischer Musik, die traditionell, wie auch modern gehalten sein kann.

Die Unterschiede zu einer europäischen Hochzeit

 

Der erste Unterschied, der zwischen orientalischen und europäischen Hochzeiten ins Auge fällt: die Dauer. Die Festlichkeiten können in muslimischen Ländern wie erwähnt bis zu einer Woche andauern - in Europa ist eine Hochzeit zumeist auf einen Tag - oder zwei Tage konzentriert.


Einen weiteren Unterschied stellt die Trennung von Männern und Frauen bei den Festlichkeiten dar, die bei orientalischen Hochzeiten zumeist praktiziert wird. Je traditioneller, desto strenger und strikter werden die Trennungen gehalten. Bei moderneren Hochzeiten dürfen allerdings vor allem bei den Hauptfestlichkeiten alle gemeinsam feiern. Das tun sie bei orientalischen Hochzeiten immer mit lauter und ausgiebiger, wenn man dies mit europäischen Hochzeiten vergleicht. Es wird im Normalfall auch deutlich mehr getanzt.

Auch Essen und Dekoration sind bei orientalischeren Hochzeiten zumeist in noch größeren Massen vorhanden, als dies bei europäischen der Fall ist. Die Shisha ist eine Wasserpfeife, welche sehr auffällig hervorsticht. Diese kann als Deko dienen, wird aber auch häufig benutzt. Nützliche Tipps findet man auf einem Shisha-Blog.  

 

Eine weitere Besonderheit: Die Braut zieht sich mindestens zweimal während einer orientalischen Hochzeit um. Das stellt auch einen zentralen Punkt im Budget dar.